Intervention de Odile Barde-Aragon et Anny Malichecq

 

EXEMPLE NUMERO 1

Masken

 

1

 

 

 

5

 

 

 

 

10

 

 

 

 

15

 

 

 

 

20

 

 

 

 

25

 

 

 

Sie fielen sich auf dem Bahnsteig 3a des Kölner Hauptbahnhofes in die Arme und riefen gleichzeitig: Du? ! Es war ein heißer Julivormittag und Renate wollte in den Zug nach Amsterdam. Erich verließ den Zug, der von Hamburg kam. Die beiden standen stumm, jeder forschte im Gesicht des anderen. Einige Minuten später saßen sie in einem Lokal in der Nähe des Doms und tranken Tee.

Nun erzähle, Renate. Wie geht es dir? Es ist so lange her... Ja, sagte sie. Erzähle, was machst du jetzt? Bist du verheiratet? Hast du Kinder?  Langsam, Erich, langsam, nein, verheiratet bin ich nicht, die Arbeit, weißt du. Ich bin jetzt Leiterin(1) eines Kaufhauses hier in Köln, du kannst dir denken, dass man von morgens bis abends zu tun hat und... Donnerwetter! rief er. Ich gratuliere. Du hast es weit gebracht(2). Sie war rot geworden. Und du, Erich? Was machst du? Erzähle! Schade, dachte er, wenn sie nicht so eine Bombenstellung hätte, würde ich sie jetzt fragen, ob sie mich noch haben will. Aber so? Nein, das geht nicht, sie würde mich auslachen, wie damals. Ich? sagte er, ich...ich habe hier in Köln zu tun. Bin seit vier Jahren Einkaufsleiter einer Hamburger Textilfirma. Oh, sagte sie und sah ihn starr an und ihr Blick streifte seine großen Hände, aber sie fand keinen Ring. Vor fünfzehn Jahren waren sie nach einem Streit auseinandergelaufen, ohne sich bis heute wiederzusehen. Er hatte ihr damals nicht genügt, der immer ölverschmierte(3) Schlosser(4).

Kurz vor drei brachte er sie wieder zum Bahnhof. Sie reichte ihm aus einem Abteil erster Klasse die Hand. Wenn sie jetzt ein Wort sagen würde, dachte er, dann...Als der Zug aus der Halle gefahren war, ging Renate in ein Abteil zweiter Klasse. Wie dumm von mir, ich hätte ihm sagen sollen, dass ich immer noch die kleine Verkäuferin bin. Aber dann hätte er mich ausgelacht, jetzt, wo er ein Herr geworden ist. Erich verließ den Bahnhof und fuhr mit der Straßenbahn auf eine Großbaustelle(5). Dort meldete er sich beim Bauführer. Ich bin der neue Kranführer(6). Ich hätte ihr sagen sollen, dass ich jetzt Kranführer bin. Nein, das ging nicht, jetzt, wo sie eine Dame geworden ist und eine Bombenstellung hat.

 

 

Nach Max von der Grün. Etwas außerhalb der Legalität

 

(1) der Leiter(-),die Leiterin

:der Direktor, die Direktorin

(2) du hast es weit gebracht

:du hast es geschafft, du hast jetzt eine sehr gute Position im Beruf, in der Gesellschaft

(3)ölverschmiert

:plein de cambouis

(4)der Schlosser(-)

:le mécanicien

(5)die Baustelle (n)

:le chantier

(6)der Kranführer (-)

:le grutier

 

 

Arbeitsblatt zum Text Masken

 

I. Lesen Sie von Z.1 bis Z.5) und stellen Sie Hypothesen auf!

-         Vielleicht  V

-         Wahrscheinlich V

-         Es ist möglich,dass - - - - - - V.

-         MöglicherweiseV

-         Wir können vermuten, dass - - - - - -V.

-         Vermutlich V

-         Es kann sein, es könnte sein,dass - - - - - - V.

-         Wir können uns vorstellen,dass - - - - - - - .V

 

II. Lesen Sie jetzt von Z.6 bis Z.16 und lösen Sie folgende Aufgaben!

 

 In welchem Satz erfahren wir, welche Beziehung Erich und Renate hatten und was passiert ist ?

 

  Fassen sie die damalige Situation kurz zusammen: Wer, wann, was, warum? Benutzen Sie dabei die angegebenen Elemente!

Ÿ Vor fünfzehn Jahren(E/ R/das Liebespaar)

Ÿ Zu dieser Zeit/ damals (Erich/ Schlosser/ sein/ dieser Beruf/ aber/seine Freundin/ nicht gefallen/ oft/ streiten/deswegen)

Ÿ Eines Tages/ heftig streiten/so...dass/ sich trennen

Ÿ Seit dieser Zeit ....

 

ƒ Wer sagt was? Wer denkt was?

 

sagt/fragt

denkt

Erich

 

 

Renate

 

 

 

Was erfahren wir  über die Situation der beiden Personen heute?

 

Renate

Erich

Beruf

 

 

Familie

 

 

 

Interpretieren Sie

Renates Reaktion:

Sie war rot geworden(Z.10)

Renates Blick:

...ihr Blick streifte seine großen Hände, aber sie fand keinen Ring.(Z.13)

Erichs Gedanke:

...ob sie mich noch haben will.(Z.12)

 

 

 

 

 

 

Erich träumt: „Wenn sie nicht so eine Bombenstellug hätte, würde ich sie jetzt fragen, ob sie mich noch haben will.“

„Wir

-         heiraten

-         ein Haus bauen

-         eine Familie gründen

-         Kinder erziehen

-         die verlorene Zeit nachholen

-         am Wochenende ins Kino gehen oder aufs Land fahren können

-         gemeinsame Pläne schmieden

-         eine gemeinsame Zukunft planen

-         das Leben/ schön sein...

-         glücklich sein

-         viel Spaß haben

 

Aber es ist leider nur ein Traum. Sie würde mich nur auslachen...

Expression du regret:

Leider V

Es tut mir leid, dass - - - - - V./                 , zu+Inf.

Ich bedauere, - - - - -V./                  , zu+Inf.

Ich bereue, - - - - - - -V./                 , zu+Inf.

Bedauerlicherweise V

Schade, dass - - - - - -V.

Wenn ich + Konj.II Vergangenheit

-         Ich verdiene nicht genug Geld

-         Sie liebt mich nicht mehr

-         Ich habe überhaupt keine Chance bei ihr

-         Sie will einen gut situierten Ehemann

-         Sie findet mich nicht gut genug für sie

-         Sie hat keine Lust, mich zu heiraten

-         Ich bin zu schüchtern, um ihr meine Liebe zu erklären

-         Ich habe Angst, lächerlich zu sein/ mich zu blamieren

 

ˆ „Aber ich bin doch Einkaufsleiter geworden. Warum traue ich mich nicht? Warum wage ich es nicht, ihr meine Liebe zu erklären ?“

C. Expression de la concession
Obwohl/( obschon/ obgleich) - - - - -V,V

Trotz+G. V

Trotzdem/ doch,/ jedoch V

V zwar- - -,aber - V

-         Ich bin Einkaufsleiter geworden. Ich verdiene noch nicht genug Geld.

-         Ich bin ihr immer noch unterlegen.Ich habe meine gesellschaftliche Position verbessert.

-         Sie würde mich heute noch verachten. Ich bin im Beruf aufgestiegen.

-         Ich habe alle Gründe, stolz auf mich zu sein. Ich bin zu schüchtern.

-         Ich habe kein Selbstvertrauen. Ich bin kein Versager.

 

III.Lesen Sie jetzt von Z.17 bis zum Ende

 

Wir erfahren jetzt:

a. Wahrheit und Lüge

 

Lüge

Wahrheit

Erich glaubt,

dass Renate

Aber in der Tat

Renate glaubt,

dass Erich

Aber in der Tat

 

b. Was denkt Renate? Was denkt Erich?

Renate denkt:

Erich denkt:

Er hätte mich ausgelacht.

-         mich dumm finden

-         sich über mich lustig machen

-         über mich spotten

-         mich verachten

-         ein Rachegefühl empfinden

-         sich über mein Scheitern/ Versagen freuen

mich auf gar keinen Fall heiraten

-         ein Kranführer /nicht genügen

-         mich für einen Versager halten

-         mich auf keinen Fall heiraten

-         usw...(des éléments de l’irréel du présent peuvent être repris)

 

IV. Füllen Sie die Lücken aus!(...:eine Endung           _________:eine Präposition)

 

An einem heißen Junivormittag begegnete Erich zufällig sein... ehemaligen Freundin Renate am Kölner Bahnhof. Plötzlich kam ihm die Vergangenheit wieder in den Sinn. Er erinnerte sich _______ihr gemeinsames Leben in einer kleinen Wohnung bei Mainz. Damals war er Schlosser und hatte manchmal den Eindruck, dass Renate sich sein....... Berufes schämte. Sie konnte sich nicht ________ seine ölverschmierten Arbeitsanzüge gewöhnen. Oft zweifelte er ________ ihrer Liebe _______ ihm. Eines Tages wollte er wissen, ob sie ihn liebte, aber er bekam keine Antwort _______ seine Frage. Er litt sehr __________ dieser Situation. Renate wurde jeden Tag unzufriedener und regte sich _________jede Kleinigkeit auf. Sie beschwerte sich ________ seinen langen Arbeitstag und wunderte sich ___________ seine Müdigkeit. Aber was Wunder, dass er sich nach einem anstrengenden Arbeitstag ___________ Ruhe sehnte? Dazu kam, dass Renate ihre Freundin Beate _______ ihren Freund beneidete, der einen gutbezahlten Job hatte. Sie verglich andauernd Erich ________ Beates Freund und träumte __________ einem reichen Freund, der ihr schöne Geschenken machen würde. Erich wurde immer trauriger und dachte __________ eine Trennung. Als sie eines Tages unverschämt _________ ihn schimpfte, beschloss er, sie zu verlassen. Danach hatte er weder __________ ihr gesucht noch gefragt und während fünfzehn Jahre hatte er nichts ____________ ihr gehört. Aber in den letzten Jahren hatte er immer öfter________ sie gedacht. Was war __________ ihr geworden? Hatte sie einen Freund, ________ den sie stolz war? Er hatte __________ein eventuelles Wiedersehen nachgedacht und jetzt stand sie da!

 

 

Raisons du choix de ce texte (bac 94?):

r   Peu d’entraves lexicales ou syntaxiques.

r  C’est un texte riche en implicite qui de par sa structure et son contenu permet un travail linguistique sur l’irréel.

r  Passages dialogués, mais sans la ponctuation du dialogue, entrecoupés de pensées

r  Un retour sur le passé

è Il nous paraît judicieux de découper le texte en 3 paragraphes

 

Commentaires de la fiche de travail

 

II. 2ème paragraphe (Z.6 bis Z.16):

Ce paragraphe qui joue sur les registres du dit et du non-dit, du réel et de l’irréel, du présent et du passé, permet d’enchaîner compréhension et expression sans rupture.

 

1.repérage de l’information essentielle: faire trouver la phrase nous informant sur la relation de ces deux personnages, ce qu’elle était, ce qu’elle est devenue

 

 In welchem Satz erfahren wir, welche Beziehung Erich und Renate hatten und was passiert ist ? Z. 14: „Vor fünfzehn Jahren....

 

2.Qui pense quoi? Qui dit quoi? Qui fait quoi, pourquoi?

           

Dans ce paragraphe 3 notions peuvent être mises en exergue, et les Redemittel qui servent à exprimer ces notions vont servir de support à l’implicite. En effet, après avoir compris la situation REELLE, ou du moins que l’on tient pour réelle, le lecteur se projette dans les pensées de Erich et lui fait exprimer:

-         son souhait d’une autre réalité, donc le fait parler à l’irréel du présent

-         ses regrets par rapport à cette situation

-         qu’il aurait pu cependant (concession) exploiter sa nouvelle position sociale

 

Dans les exercices qui suivent, après avoir rappelé les Redemittel, soit on propose les idées soit les élèves les trouvent. Dans le 1er cas de figure c’est le professeur qui livre l’implicite afin de „gagner du temps“ pour la tâche d’expression. Dans le 2ème cas il accorde une valeur équivalente à compréhension et expression. Faire en fonction de son Lernziel du moment et du temps qu’on souhaite passer sur chaque document.

 

A. Irréel du présent. Il est souhaitable d’avoir, lors d’un cours précédent, fait un rappel du Konjunktiv II, sinon cela va „casser“ le commentaire.

 

III. 3ème paragraphe. Z.17 bis zum Ende

 

C’est dans ce paragraphe que la vérité est révélée. Jeder hat den anderen angelogen. Et chacun pense de son côté, qu’il aurait dû, et puis finalement non, il ne valait mieux pas... Chacun exprime donc à l’irréel du passé ce que l’autre aurait fait ou pensé, si...

On peut aussi envisager une révision partielle des verbes à régime prépositionnel, le texte se prête assez bien à un résumé „naturel“ où apparaissent un certain nombre de verbes prépositionnels et autres verbes à régime particulier pour un francophone. Cet exercice peut déboucher sur un tableau récapitulatif des différentes prépositions.

 

An einem heißen Junivormittag begegnete Erich zufällig seiner ehemaligen Freundin Renate am Kölner Bahnhof. Plötzlich kam ihm die Vergangenheit wieder in den Sinn. Er erinnerte sich an ihr gemeinsames Leben in einer kleinen Wohnung bei Mainz. Damals war er Schlosser und hatte manchmal den Eindruck, dass Renate sich seines Berufes schämte. Sie konnte sich nicht an seine ölverschmierten Arbeitsanzüge gewöhnen. Oft zweifelte er an ihrer Liebe zu ihm. Eines Tages wollte er wissen, ob sie ihn liebte, aber er bekam keine Antwort auf seine Frage. Er litt sehr unter dieser Situation. Renate wurde jeden Tag unzufriedener und regte sich über jede Kleinigkeit auf. Sie beschwerte sich über seinen langen Arbeitstag und wunderte sich über seine Müdigkeit. Aber was Wunder, dass er sich nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Ruhe sehnte? Dazu kam, dass Renate ihre Freundin Beate um ihren Freund beneidete, der einen gutbezahlten Job hatte. Sie verglich andauernd Erich mit Beates Freund und träumte von einem reichen Freund, der ihr schöne Geschenke machen würde. Erich wurde immer trauriger und dachte an eine Trennung. Als sie eines Tages unverschämt auf ihn schimpfte, beschloss er, sie zu verlassen. Danach hatte er weder nach ihr gesucht noch gefragt und während fünfzehn Jahre hatte er nichts von ihr gehört. Aber in den letzten Jahren hatte er immer öfter an sie gedacht. Was war aus ihr geworden? Hatte sie einen Freund, auf den sie stolz war? Er hatte über ein eventuelles Wiedersehen nachgedacht und jetzt stand sie da!